Gynäkologische Osteopathie

Gynäkologische Osteopathie die sanfte Hilfe

Die Osteopathie verfügt über mannigfaltige Behandlungsmethoden, die in der Regel den Körper als Einheit und in seiner holistischen Gesamtheit betrachtet, die gynäkologische Osteopathie macht hier keine Ausnahme, d.h. der Körper wird in der Gesamtheit diagnostiziert und behandelt, jedoch haben Therapeuten die sich in diesem Fachbereich fortbilden eine differenziertere Sicht- und Behandlungsweise auf den intimsten Teil des weiblichen Körpers.

Insofern Sie an einer Therapie oder einer Beratung zum Thema “Gynäkologische Osteopathie” interessiert sind, vereinbaren Sie gleich jetzt einen Termin in unserer Praxis in München.

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Was bedeutet Gynäkologische Osteopathie?

Wie in der allgemeinen Osteopathie handelt es sich in der gynäkologischen Osteopathie um eine ganzheitliche Diagnose- und Therapieform die in der Regel ausschließlich manuell ausgeführt wird. Sie behandelt in ihrem Therapiekonzept unterschiedliche Körperebenen und gelangt hierdurch in tiefere Körperschichten und Ebenen an die manuell oder mit Apparate Medizin kein herankommen ist. Durch die genaue Kenntnis der einzelnen Verbindungen zwischen Eierstöcken, Eileitern, Gebärmutter, Blase und deren Aufhängungssysteme im Becken und an der Wirbelsäule haben die einzelnen Techniken tiefgreifende Auswirkungen auf den gesamten uro-genitalen Organkomplex.

In der Therapie wird mit sanften Methoden die sowohl äußerlich als auch innerlich Anwendung finden das funktionelle Gleichgewicht zwischen den Gefäßen, Nerven, Blase, Gebärmutter und Eierstöcken sowie Eileitern wiederhergestellt und so die Organbeziehung der einzelnen Organe mit der Wirbelsäule, dem Becken und den sich daran schließenden Organsystemen in Einklang gebracht.

Welche Behandlungsmethoden werden in der Praxis angeboten?

Wie in allen osteopathischen Behandlungen steht am Anfang einer jeden Behandlung die ausführliche Anamnese und Untersuchung der Patientin, neben der Frage hinsichtlich der Erwartung, was die Patientin sich von einer osteopathischen Behandlung im Bereich der Gynäkologie verspricht. Daran schließt sich eine osteopathische Behandlung die je nach Lage und Befund der individuellen Patientin sich auf folgende Bereiche beschränken kann, jedoch wird der Osteopath in der Regel verschiedene Techniken anwenden, die die Tätigkeitsbereiche häufig überschneiden.

Craniosacrale Osteopathie (Schädel – Kreuzbein Osteopathie)

Der Osteopath*in arbeitet mit sanften, sehr zarten Techniken und Berührungen von den einzelnen Schädelplatten, über die Wirbelsäule bis hin zum Kreuz- und Steißbein. Hiermit wird die Stellung der einzelnen Knochen beeinflusst und die darunterliegenden Faszien sanft gelöst und entspannt. Es wirkt darüber hinaus auf die Flüssigkeitsverteilung im Gehirn, den Nerven und den angrenzenden weiblichen Organen im Beckenraum, außerdem sagt man dieser Therapieform einen Einfluss auf das Hormonsystem durch Entspannung der sogenannten Hormonachse nach.

Viszerale Osteopathie (Therapie der inneren weiblichen Organsysteme)

Die viszerale Osteopathie behandelt unter gynäkologischen Therapieansätzen die Beweglichkeit und die Beziehungen der einzelnen Organe, Organhüllen, Aufhängungen und deren Bandsysteme im kleinen und großen Becken bis hin zur Aufhängung im Brustkorb. (Viele schwangere Frauen empfinden ein starkes Ziehen in den ersten Monaten der Schwangerschaft im Brustkorb, unteren Rücken oder im Kreuzbein, dies deutet auf Spannungsphänomene der Gebärmutteraufhängung hin) Diese Spannungsphänomene können in der Schwangerschaft, oder in der Postmenopause Rückenschmerzen ohne diagnostizierbare Ursache zur Folge haben.

Strukturelle Osteopathie (Chiropraktik, manuelle Therapie, Faszien Therapie, MET Techniken ect.)

Die strukturelle Osteopathie kommt in der gynäkologischen Osteopathie nur begrenzt zum Einsatz. Sie beschäftigt sich mit dem deblockieren von Wirbeln, des Beckens, der Kreuzbeinfehlstellung und der Behandlung von traumatischen oder chronischen Steißbeinfehlstellungen. Hierbei wird mit chiropraktischen Griffen der Knochen wieder ins anatomische Gefüge eingegliedert, dies ist auch mit den sogenannten MET Techniken möglich. Hierbei wird nicht eingerenkt, sondern mit Druck und Gegendruck der Gelenkpartner in die anatomische Position bewegt.

Was könnte eine Indikation für eine gynäkologische osteopathische Therapie

Es ist wichtig vor einer osteopathischen Behandlung im gynäkologischen Bereich vorab eine schulmedizinische Abklärung durch den Gynäkologen*in ihres Vertrauens bezüglich ihrer Beschwerden durchzuführen. Nicht selten empfiehlt der behandelnde Gynäkologe*in eine osteopathische Behandlung zur weiteren Abklärung oder Therapie durchzuführen. Die gynäkologische Osteopathie steht nicht im Gegensatz zur Gynäkologie, sondern kann sie sinnvoll in der Therapie unterstützen, insbesondere, wenn medikamentöse Therapien, physikalische Medizin oder Operationen nicht indiziert sind oder in dem entsprechenden Fall nicht wirken und daher auf alternative Therapietechniken zurückgegriffen werden muss. Insbesondere wenn sich ursprünglich akute Erkrankungen chronifizieren und daher es schulmedizinisch schwierig ist sie nachhaltig zu therapieren, wie es zum Beispiel bei der chronischen Blaseninfektion ohne Nachweis eines Erregers oder ohne Bakterien im Urin der Fall ist.

Des Weiteren beschäftigt sich der gynäkologisch arbeitende Osteopath*in mit den Folgen von Narbengewebe nach schweren Geburten, oder Kaiserschnitten und deren sich verklebenden (adhäsiven) Narben. Diese verklebenden Narben können auch nach medizinisch notwendigen operativen Eingriffen im urogenitalen System, der Blase, der Eierstöcke oder der Gebärmutter auftreten und Beschwerden verursachen. Eine osteopathische Behandlung kann indiziert sein, wenn es Störungen im Haltungs- und Bewegungsapparat gibt, die durch eine Bewegungs- und Funktionsstörung der weiblichen Organe ihre Ursache findet. Z. B. können Mensturationsbeschwerden oder Störungen zu faszialen Verwachsungen der Gebärmutter mit dem Kreuzbein oder Becken führen und dies so langfristig zu unerklärlichen Rückenschmerzen. Auch ist häufig im Rahmen einer osteopathischen Behandlung eines Säuglings frisch nach der Geburt die Behandlung der Mutter wichtig, da durch die Geburt und deren daraus entstandenes Trauma die weiblichen Organe, deren Funktion und Stellung beeinflussen kann.

So können auch Gebärmutterfehlstellungen einen großen Einfluss auf das Menstruationsverhalten und die Fruchtbarkeit haben, welches die gynäkologisch geschulte Osteopath*in über sanfte interne Techniken diagnostizieren kann. Ein weiteres Feld stellen die Veränderungen der weiblichen inneren Organe, bedingt durch die Postmenopause, dar. Durch Veränderung der Lage und der Spannung des Halteapparates der weiblichen Organe, bedingt durch die veränderte Hormonlage, kann es zu Schmerzen während der Sexualität, oder zu Inkontinenz kommen. Auch dies bedarf einer ausführlichen schulmedizinischen Abklärung und einer genauen osteopathischen Diagnostik ob im einzelnen Fall eine osteopathische Therapie eingeleitet werden kann.

Wie kann eine osteopathische Behandlung unter gynäkologischen Aspekten ablaufen?

Im Bereich der cranio-sacralen Osteopathie werden die Finger des Therapeuten*in sanft auf die entsprechenden Knochen aufgesetzt und mit sanften, fast nicht spürbaren Bewegungen diese therapiert. Im Bereich der viszeralen Osteopathie werden auch wieder mit sanften Grifftechniken auf der Körperoberfläche oder auch im Körper die faszialen Spannungen aufgenommen und in Richtung Harmonisierung beeinflusst. Dies findet immer unter maximaler Anpassung an die Toleranz und das Schmerzempfinden der Patientin und unter dem größtmöglichen Respekt der Intimität der Patientin statt. Im Bereich der strukturellen Osteopathie kann das Kreuzbein, oder zum Beispiel das Steißbein, das durch einen Sturz in eine Fehlstellung gelangt ist und sich nicht selber wieder zurück stellen kann, mittels einer manipulativen Technik wieder ins anatomische Gefüge gerückt werden. Auch ist die Lockerung der Schambeinfuge (Symphysitis) während oder nach der Geburt eine Diagnose der die Schulmedizin nur wenig Therapiemöglichkeiten zur Linderung anbieten kann. Hier kann sowohl viszeral, als auch mittels der strukturellen Osteopathie eine Hilfe angeboten werden.

Welche Therapeuten können wir bei gynäkologischen Beschwerden empfehlen?

In unserer Praxis arbeiten Therapeuten die neben ihrer osteopathischen Grundausbildung sich regelmäßig im Fachbereich Gynäkologie fortbilden und auf eine enorme jahrelange Erfahrung in diesem Bereich verfügen. Außerdem arbeitet in unserem Therapeutenteam eine Kollegin, die ausgebildete Hebamme ist und ihr Fachwissen mit der Ausbildung als Heilpraktikerin und Osteopathin hervorragend verbindet und dieses Wissen in Fortbildungen und internen Teambesprechungen mit den Kollegen teilt.

Anmeldung / Fragebögen

Zur Zeitersparnis können Sie die Anmeldung / Fragebögen therapiespezifisch zu Ihrem ersten Termin ausgefüllt mitbringen.

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